Drosendorf am Eggerbach
Eine neue Station auf dem Fränkischen Marienweg
Am Fest Maria Geburt am 8.9.2026 wurde im Rahmen eines feierlichen Marienlobes in der Pfarrkirche „Maria Heimsuchung“ in Drosendorf am Eggerbach eine neue Station auf dem fränkischen Marienweg errichtet. Diese Pfarrkirche war einst ein lebendiger Marienwallfahrtsort, so dass der Ort eine Zeit lang auch „Mariadrosendorf“ bezeichnet wurde. In der Pfarrchronik von Pfarrer Friedrich Wachter aus dem Jahr 1903 ist zu lesen: „Ueber dem Tabernakel erhebt sich die Patronin des Gotteshauses, die hl. Jungfrau mit dem Kinde, eine uralte gothische Statue. Sie soll einst ein vielbesuchtes Wallfahrtsbild gewesen sein und unserem Dorf den Unterscheidungsnamen Mariadrosendorf gegeben haben. In der That berichtet die Kirchenrechnung von 1719, daß dazumalen wegen der großen Dörre die Kirchehrenbach hierher gewallt kamen, und wir hätten wie von allen anderen auch von dieser Wallfahrt kein beglaubigtes Zeugnis, wenn nicht damals dem mitwallenden Geistlichen und Lehrer 1 Pfd. 20 als Zehrung wären gegeben worden.“
Die Kirche Maria Heimsuchung liegt bereits am Marienweg. Von der Marienkapelle in Ebermannstadt über den Feuerstein kommend, führt der Weg auf der östlichen Ave-Maria-Route in Richtung Gunzendorf und Bamberg.
Nach dem Wegzug der Gemeinschaft „Notre-Dame de Vie“ aus Weisendorf im Jahr 2023 und dem Verlassen des dortigen Schlosses mit der Hauskapelle zu Unserer Lieben Frau war eine der 40 Stationen auf dem ober- und mittelfränkischen Teil des Fränkischen Marienweges vakant. Mit der Aufnahme von Drosendorf sind nun die 40 Wallfahrtsorte wieder komplett.